Husum (ots) -
Am Mittwochmittag kam es gegen 12:38 Uhr zu einem Brandereignis in der Husumer Straße in der Gemeinde Großenkneten. Der Motorraum einer Biogasanlage geriet in Brand, wodurch sich das Feuer auf das Gebäude (ca. 15m x 20m), in dem sich der Motorraum befand, ausbreitete. Schon nach kurzer Zeit war eine große Rauchsäule über der Einsatzstelle sichtbar.
Aufgrund der Lage erhöhten die Einsatzkräfte das Einsatzstichwort und alarmierten weitere Feuerwehren sowie unterstützende Einheiten. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Rettungsdienstes, des Energieversorgers sowie Fachpersonal der Anlage vor Ort.
Die ersteintreffenden Kräfte begannen sofort mit einer Riegelstellung, um eine Ausbreitung des Feuers auf die rund 15 Meter entfernte Biogasanlage zu verhindern. Hierzu wurde eine "Wasserwand" aufgebaut, die den Funkenflug eindämmte. Der Inhaber der Anlage schieberte umgehend die Gas- und Energieversorgung ab, sodass keine zusätzliche Gefahr bestand.
Mehrere Atemschutztrupps drangen in das Gebäude ein, um zum Brandherd vorzudringen und die Brandbekämpfung durchzuführen. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, da verschlossene Türen mit Brechwerkzeug geöffnet werden mussten. Zur Unterstützung wurden die Drohne des Informations- und Kommunikationszuges der Kreisfeuerwehr sowie die Einsatzleitwagen der Feuerwehr Ahlhorn und der Kreisfeuerwehr Oldenburg nachgefordert. Diese ermöglichten eine geordnete Kommunikation zwischen Einsatzstelle und Leitstelle und lieferten Drohnenbilder sowie Wärmebildaufnahmen zur Lokalisierung von Glutnestern.
Zum Schutz der Einsatzkräfte vor kontaminierenden Stoffen wurde eine Hygienefläche eingerichtet, auf der sich die Feuerwehrleute umziehen und waschen konnten. Nach etwa 45 Minuten war das Feuer weitestgehend unter Kontrolle, jedoch dauerten die Nachlöscharbeiten bis in den späten Nachmittag an.
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